Kochen an Bord – Tipps und Tricks von Nautal

Sie sind begeistert von See und Meer und würden gerne eine Woche auf dem Schiff verbringen, aber der Gedanke an das Kochen an Bord lässt Sie vor einem Bootsurlaub zurückschrecken? Das geht auch anders! Mithilfe unserer Tipps und Tricks werden Sie perfekt vorbereitet sein, um im Handumdrehen gesunde, leichte und leckere Gerichte zu zaubern. So wird Ihr Boots Charter mit Nautal garantiert ein voller Erfolg!

Planung ist das A und O

Ganz egal, ob Sie einen Tagesausflug planen oder eine Woche rausfahren – auf See ist es immer wichtig, vorauszudenken, um gut vorbereitet zu sein. Unser erster Tipp besteht also darin, sich die Mahlzeiten für die Dauer Ihres Bootsurlaubs im Voraus zu überlegen. Erstellen Sie eine Einkaufliste, die alles abdeckt, was Sie während Ihrer Reise benötigen werden. Dabei gibt es verschiedene Aspekte, die Sie berücksichtigen sollten:

  • Die Dauer der Reise
    Vor allem bei längeren Bootstrips ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. Wenn man weit von der Küste ist und die Tage auf See verbringt, ist es nicht so einfach, schnell am Supermarkt vorbeizuschauen, um das zu kaufen was man braucht oder ein Bedürfnis zu stillen.
  • Die Anzahl der Reisenden
    Bedenken Sie, wie viele Leute an Bord essen werden und berechnen Sie dementsprechend die richtigen Mengen, damit es Ihnen beim Kochen an nichts fehlt. Es lohnt sich, Mengen so präzise wie möglich zu kalkulieren. So können Sie auch sicher gehen, dass Sie nicht zu viel kaufen, denn der Stauraum auf dem Boot ist begrenzt.
  • Präferenzen und Intoleranzen
    Ob Sie mit Familie oder Freunden reisen, bedenken Sie idealerweise die Präferenzen und eventuelle Essensunverträglichkeiten der Mitreisenden. Es wäre doch zu schade, etwas Leckeres zu kochen, das am Ende nur von einem Teil der Gruppe verspeist werden kann.
  • Einrichtung und Ausstattung der Bootsküche
    Planen Sie Ihre Gerichte je nach Ausstattung und Einrichtung der Kombüse. Sprechen Sie dazu am besten vorher mit dem Bootseigentümer und fragen Sie nach, was Ihnen zur Verfügung steht.
gedeckter Tisch mit Ost und Getränken auf einem Boot
Aperitif auf dem Boot

Platzmanagement beim Kochen an Bord

Anders, als was man vielleicht denkt, ist das Kochen an Bord nicht viel anders als das Kochen zuhause. Der wohl bedeutendste Unterschied ist der Platz: Auf einem Boot ist der Stauraum für die Aufbewahrung von Lebensmitteln und Utensilien begrenzt, ebenso wie Ihr Arbeitsbereich. Daher ist es wichtig, sich den Platz gut einzuteilen und durchdacht zu organisieren. Auch hier gibt es ein paar Tricks, die Ihnen das Kochen erleichtern und Ihnen mehr Freiraum verschaffen:

  • Versuchen Sie, den Abwasch schon während des Kochens zu erledigen. Denn in die Spülbecken an Bord passen meistens nicht so viel hinein.
  • Der Platz im Kühlschrank ist ebenfalls begrenzt, daher empfiehlt es sich, Getränke zu wählen, die auch bei Zimmertemperatur gelagert werden können.
  • Je nach Größe des Kühlschranks sollten Sie außerdem beim Einkauf darauf achten, dass Sie gekühlte Lebensmittel dort unterbringen und verbrauchen können, bevor sie schlecht werden.

Einrichtung und Ausstattung der Bootsküche

Je nachdem, was für ein Boot Sie mieten, kann die Größe und Einrichtung der Bootsküche sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn Sie eine Yacht mieten, sind die Kombüsen in der Regel größer und luxuriöser da dort mehr Platz zur Verfügung steht. Bei kleineren gemieteten Segelbooten oder einem Hausboot Charter fällt die Kombüse typischerweise eher kleiner aus. Oft haben Sie nur eine oder zwei Herdplatten, und vielleicht gibt es keinen Gefrierschrank oder Ofen. In diesem Fall ist es besser One-Pot-Gerichte zu kochen, für die nur ein Topf oder Pfanne benötigt wird. Informieren Sie sich vorher beim Bootseigentümer über die Einrichtung und Ausstattung Ihrer Kombüse und passen Ihren Speiseplan entsprechend an.

Mit ein wenig Innovationsgeist und unseren Tipps werden Sie schnell merken, dass viele Küchenutensilien auf mehrere Arten verwendet werden können. Zum Beispiel können Sie große Töpfe als Spülbecken verwenden oder ein Haarsieb zum Passieren von Gemüse nutzen, wenn der Zauberstab fehlt. Hier gilt: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Topf auf Gasherd zum Essen kochen
One-Pot-Gericht in der Kombüse

Im Voraus Kochen

Da das Kochen auf See schwierig sein kann, empfiehlt es sich an See-Tagen, das Mittagessen am Morgen zuzubereiten, während das Mietboot noch ankert und es anschließend im Kühlschrank aufzubewahren.

Je nachdem, ob der Bootscharter über einen Gefrierschrank verfügt, gibt es auch die Möglichkeit, einige komplexere Gerichte oder Komponenten (wie Soßen) zu Hause zuzubereiten und sie für die spätere Verwendung einzufrieren. So kann man sich das Kochen auf dem Boot erleichtern, spart zugleich Wasser beim Abwasch und reduziert die Anzahl der benötigten Zutaten. Tiefgefrorene Mahlzeiten bewähren sich auch, wenn bei einer Überfahrt mit hohem Seegang das Kochen an Bord schwierig wird.

Boote auf See bewegen sich

Unser nächster Hinweis, ist an die Bewegung Ihres Bootscharters zu denken. Auch wenn das Boot ankert, liegt es nicht 100-prozentig still. Seien Sie daher vorsichtig, wenn Sie mit scharfen Gegenständen wie Messern arbeiten. Setzen Sie sich am besten mit Ihrem Schneidebrett an den Küchentisch. Verstauen Sie die Utensilien nach der Verwendung sorgfältig, sodass sie nicht herunterfallen oder zerbrechen können. Unser Tipp: Legen Sie am besten eine Rutschmatte oder alternativ ein feuchtes Geschirrhandtuch unter Ihr Geschirr. So kann es nicht so leicht rutschen, wenn sich das Boot bewegt.

Segelboot bei Sonnenuntergang auf dem Wasser
Segeln bei Sonnenuntergang

Was sollten Sie unbedingt mit an Bord nehmen?

Beim Schreiben der Einkaufsliste gilt in der Regel:

  • Bei haltbaren Lebensmitteln ist es keine schlechte Idee, etwas mehr zu besorgen. Verderbliche Lebensmittel hingegen nur in Mengen, die Sie auch zeitnah verbrauchen können. Zur Not können Sie am nächsten Hafen Nachschub kaufen.
  • Da es tagsüber an Bord sehr warm werden kann, planen Sie Lebensmittel ein, die Sie schnell zu leichten Salaten oder Sandwiches verarbeiten können. Salate, Thunfisch, verschiedene Gemüse, Nudeln und Käse machen sich hier gut. Dabei bevorzugen Sie am besten Alternativen, die auch außerhalb des Kühlschranks länger halten – zum Beispiel Salatherzen anstelle von Salatköpfen oder Pflücksalaten.
  • Basics wie Salz, Gewürze, Essig und Öl werden oftmals nicht bedacht, also gehen Sie sicher, dass Sie sie mit auf Ihre Einkaufsliste setzen.
  • Da Sie auf See viel Zeit in der Sonne verbringen und eventuell mit Seilen oder Segeln hantieren, kann der Hunger oftmals größer sein. Daher bedenken Sie ausreichend (gesunde) Snacks mitzunehmen. Müsliriegel, Obst oder Kekse sind immer eine gute Wahl.
  • Vergessen Sie nicht ausreichend Trinkwasser an Bord zu haben! Die Daumenregel besagt: mindestens 1,5 Liter pro Person pro Tag. Auch an alkoholischen und alkoholfreien Drinks sollte es nicht fehlen. Es gibt nichts Schöneres, als ein gutes Glas Wein bei Sonnenuntergang am Deck Ihres Bootes zu genießen. Denken Sie auch an Kaffee und Tee.
gedeckter Tisch mit Tellern und gekochtem Essen und Wein
Anstoßen auf ein erfolgreiches Dinner an Bord

Lassen Sie sich inspirieren!

Zu guter Letzt: Lassen Sie sich beim Kochen inspirieren von der kulinarischen Welt der Orte, die Sie besuchen. Ganz egal, wo Sie ankern – ob in Italien, Kroatien, Griechenland, Spanien, Frankreich, der Karibik oder auch Deutschland – jeder Ort hat seine eigenen Gerichte und Essgewohnheiten. Wenn Sie an Land gehen, besuchen Sie lokale Märkte, wo es die frischsten regionalen Zutaten gibt. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie bei Ihrer Reise ein neues Lieblingsrezept!

Lebensmittel wie Obst und Gemüse auf einem Markt
Lokaler Markt in Südfrankreich

Erfahren Sie mehr darüber was Sie auf Ihrem Bootsurlaub auf keinen Fall vergessen sollten. Werfen Sie einen Blick auf unsere Packliste für Ihren Bootsurlaub.

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.